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Schulpflicht

Gemäß der Hessischen Verfassung sind Kinder und Jugendliche, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt bzw. ihre Ausbildungs- oder Arbeitsstätte in Hessen haben, schulpflichtig. Genauere Ausführungen finden sich im Hessischen Schulgesetz (HSchG). Die Schulpflicht dauert in der Regel neun Jahre; für Jugendliche, die danach weder eine Ausbildung beginnen noch eine weiterführende Schule besuchen, verlängert sie sich um ein weiteres Jahr, in dem entweder die Sekundarstufe I einer allgemein bildenden Schule oder eine berufliche Vollzeitschule besucht werden kann. Die Berufsschulpflicht beginnt nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht und mit Eintritt in ein Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis.

Für die Erfüllung der Schulpflicht sind die Eltern, im Fall von Berufsschülerinnen und Berufsschülern auch die Ausbildenden, Arbeitgeberinnen und Arbeitsgeber sowie die Bevollmächtigten in den Dienststellen verantwortlich. Sofern jemand dem Unterricht über einen längeren Zeitraum unentschuldigt fernbleibt, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter die so genannte „zwangsweise Zuführung“ zur Schule beschließen, also den sofortigen Unterrichtsbesuch. Andauernde Verstöße gegen die Schulpflicht können bei einem entsprechenden Antrag der Schulaufsichtsbehörde ernstzunehmende Konsequenzen haben: Es drohen Geldstrafen oder sogar eine bis zu sechsmonatige Freiheitsstrafe.

Info:
Die Regelungen zur Schulpflicht sind in Art. 56 der Hessischen Verfassung sowie in den §§ 56 bis 68 des Hessischen Schulgesetzes (HSchG) zu finden, einzusehen auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums unter www.kultusministerium.hessen.de in der Rubrik „Schulrecht“.

Querverweise: Einschulung, Freie Schulwahl

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