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Lehrerausbildung

Die Lehrerausbildung in Hessen  ist in zwei Phasen unterteilt, wobei die erste Phase das Studium an einer Hochschule umfasst und die zweite Phase einen 24-monatigen Vorbereitungsdienst (Referendariat). Für das Lehramtstudium an Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen sowie Gymnasien ist das Abitur ausreichend; wer später an einer Berufsschule unterrichten möchte, muss zusätzlich zum Abitur eine mindestens 12-monatige praktische Berufsausbildung nachweisen.

Jedes Lehramtsstudium qualifiziert auch für den Unterricht in einer anderen Schulform. Wer die Befähigung für das Lehramt an Grundschulen besitzt, kann auch in den Klassen 5 und 6 der Hauptschulen, Realschulen und der Gymnasien Deutsch, Mathematik und gegebenenfalls das eigene Schwerpunktfach unterrichten. Das Lehramt für Haupt- und Realschulen befähigt auch zum Unterricht in der Sekundarstufe I der Gymnasien und den allgemein bildenden Fächern der beruflichen Schulen, sofern diese der Sekundarstufe I zuzuordnen sind. Gymnasiallehrkräfte können auch an Haupt-, Real- und Berufsschulen unterrichten; in letzteren allerdings nur die allgemein bildenden Fächer.

Die Ausbildung für das Berufsschullehramt findet je nach Fachrichtung an unterschiedlichen Hochschulen statt: Die gewerblich-technische Fachrichtung wird an der Technischen Universität Darmstadt angeboten, die kaufmännische Fachrichtung kann an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt oder an der Gesamthochschule Kassel studiert werden, angehende Lehrkräfte im landwirtschaftlichen, hauswirtschaftlichen oder nahrungsgewerblichen Bereich studieren an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Die Befähigung für das Lehramt an Berufsschulen qualifiziert außerdem für den Unterricht an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien.

Das Förderschullehramt kann ebenfalls an den genannten Universitäten in Frankfurt oder Gießen erworben werden. Die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer studieren dort zwei sonderpädagogische Fachrichtungen sowie ein weiteres Fach, das sie dann auch an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie in den besonderen Bildungsgängen der Berufsschulen unterrichten dürfen.

Gemäß des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes (HLbG), das seit dem 1. 1. 2005 in Kraft ist, sind Lehrerinnen und Lehrer während ihres gesamten Berufslebens zu regelmäßiger Fort- und Weiterbildung verpflichtet. Außerdem wird der Praxisanteil bereits im Studium verstärkt: Die angehenden Lehrkräfte müssen drei vier- bis achtwöchige Praktika absolvieren und können so schnell feststellen, ob sie für den Beruf geeignet sind. Eine zusätzliche Stärkung der Erziehungswissenschaften und der Fachdidaktik sorgt dafür, dass bereits zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Kenntnisse über Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen gewonnen werden.

Info:
Das Hessische Lehrerbildungsgesetz kann auf der Homepage des Hessischen Kultusministeriums www.kultusministerium.hessen.de unter der Rubrik „Schulrecht“ eingesehen werden.

Querverweise: Amt für Leherbildung (AfL), Lehrerbildung, Lehrerbildungsgesetz, Quereinstieg, Studienseminare, Vorbereitungsdienst

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