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Lehrpläne

Erläuterungen

Nach intensiver Arbeit in den Lehrplangruppen liegen seit dem Jahr 2002 Lehrpläne für alle Fächer der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums vor. Ausgenommen hiervon ist der Rahmenplan Grundschule, in dem verbindliche Inhalte innerhalb beschrieben und Ziele definiert werden, die am Ende der Grundschulzeit erreicht werden und auf denen die weiterführenden Schulen aufbauen können. Für die integrierten Systeme Förderstufe und Integrierte Gesamtschule wurden Handreichungen entwickelt, wie die Schulen vor Ort mit den Lehrplanvorgaben umgehen sollen, um die Schülerinnen und Schüler auf die neu definierten Abschlussprofile der fachlichen Anforderungen adäquat vorbereiten zu können.

Prinzipien der Lehrplanarbeit

Bei der Lehrplanarbeit wurden die Inhalte der geltenden Rahmenpläne zusammen mit den Lehrplanentwürfen, die 1989/90 erarbeitet wurden, berücksichtigt, jedoch unter dem Gesichtspunkt der schulformgerechten Differenzierung. Die Lehrpläne der drei Bildungsgänge beantworten schließlich die Frage, was in den jeweiligen Fächern unterrichtet wird, vom unterrichtspraktischen Ansatz her. Auswahl und Abfolge der Unterrichtsinhalte stehen somit im Vordergrund. Des Weiteren legen die Lehrpläne einen verbindlichen Kern für jedes Unterrichtsfach fest. Ausgehend von durchschnittlich 40 Unterrichtswochen im Schuljahr wird ein Minimum beschrieben, das in zwei Dritteln der verfügbaren Unterrichtszeit vermittelt werden kann. Für ein Fach mit 2 Wochenstunden stehen demnach ca. 53 Unterrichtsstunden, für ein Hauptfach mit 5 Wochenstunden ca. 132 Unterrichtsstunden dafür zur Verfügung. Das verbleibende Drittel soll für fakultative Inhalte, Vertiefung, Übung oder Ergänzung und im Übrigen dazu genutzt werden können, den Lehrplan weiterentwickeln zu helfen.

Besondere Ansätze

Die Verbindlichkeiten für den fachübergreifenden und fächerverbindenden Unterricht wurden in die Lehrpläne aufgenommen. Bei den Querverweisen werden keine wünschbaren Verbindungen zu anderen Fächern angegeben, sondern ausgerichtet an den verbindlichen Themen der anderen Fächer desselben Jahrgangs konkrete Möglichkeiten in Bezug auf die Ausgestaltung von projektorientiertem Unterricht aufgezeigt. Auf diese Weise werden die Lehrpläne der methodischen Bedeutung des fachübergreifenden und fächerverbindenden Lernens gerecht und fördern außer dem Erwerb von fachlichem Wissen die Einsicht in komplexere Zusammenhänge.
Die besonderen Erziehungs- und Bildungsaufgaben, wie sie in den Aufgabengebieten gemäß § 6 Abs. 4 des Hessischen Schulgesetzes ausgewiesen werden, sind in speziellen Hinweisen hervorgehoben. Sie werden im Verlauf des Fachunterrichts thematisiert und integriert behandelt. Durch eine Zusammenstellung am Ende des Lehrplans wird die Zuordnung zu den unterschiedlichen Fächern und Jahrgangsstufen erleichtert. Die Nutzung des Computers im Unterricht wird im verbindlichen Teil unterschiedlicher Fächer und Jahrgangsstufen verankert. Dabei werden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 Grundlagen im Umgang mit diesem Medium gelegt und in den folgenden Jahrgängen zunehmend die Anwendung für fachliche Zwecke im Unterricht in den Vordergrund gerückt. Dadurch ist gewährleistet, dass der Computer nicht zum Selbstzweck erhoben wird, sondern als dienendes Medium neben anderen im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden kann und muss.

Ökonomische Bildung

Ein besonderes Augenmerk wurde im gymnasialen Lehrplan auf die ökonomische Bildung gelegt. Sie ist in diesem Bildungsgang kein eigenständiges Unterrichtsfach. Vielmehr wurde bereits in der Verordnung über die Stundentafeln dazu ausgeführt, dass die ökonomische Bildung Gegenstand des Unterrichts in unterschiedlichen Fächern nach Maßgabe der Lehrpläne ist. Leitfach ist hierbei das Fach Politik und Wirtschaft, das - neu in Klasse 7 beginnend - dadurch einen prominenten neuen Akzent erhält. Unterstützt wird sie vor allem durch die Fächer Erdkunde und Geschichte, aber auch Religion, Ethik und die Naturwissenschaften, die ebenfalls aus ihrem Fachspektrum heraus Beiträge zu dieser Thematik im verbindlichen Unterrichtsbereich liefern. Auch hierzu wird es eine Zusammenstellung am Ende des Lehrplans geben, die eine Übersicht über Aspekte der ökonomischen Bildung in den einzelnen Fachlehrplänen enthält. Im Übrigen darf nicht vergessen werden, dass die ökonomische Bildung am Gymnasium nicht am Ende der Mittelstufe abgeschlossen ist, sondern ihre Fortsetzung in der Oberstufe vor allem im Fach Politik und Wirtschaft hat.

 

Handreichungen für das Fach Chinesisch

In der Übergangsphase zwischen Lehrplänen und Bildungsstandards werden für einige Fächer im Wahl- bzw. Wahlpflichtbereich, für die im ersten Durchgang noch keine Standards für die Sekundarstufe I entwickelt wurden, Handreichungen als Hilfestellung für die Lehrkräfte vorgelegt, denen ein solcher Rahmen - gerade für das Fach Chinesisch - zur Orientierung und Standardisierung des eigenen Unterrichts willkommen sein wird. Die Handreichungen haben weder die Verbindlichkeit eines Lehrplans noch entsprechen sie durchgängig dem Format der zu erwartenden Bildungsstandards, können aber für die Fächer des Wahlbereiches in der Sekundarstufe I eine wichtige Unterstützung für die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer sein.

Allen Schulen in Hessen, die Chinesisch im Wahl- oder Wahlpflichtunterricht sowie als Arbeitsgemeinschaft anbieten, wurde im November 2009 das Format und der Inhalt der Handreichungen vorgestellt.

Die Anwendung und Erprobung der Handreichungen sind aus schulfachlicher Sicht ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Fremdsprache Chinesisch an hessischen Schulen.



Handreichung für das Fach Darstellendes Spiel

Für den Wahl- und Pflichtunterricht in der Sekundarstufe I wurde die Handreichung für das Fach Darstellendes Spiel entwickelt. Die Handreichung hat weder die Verbindlichkeit eines Lehrplans noch entsprechen sie durchgängig dem Format der zu erwartenden Bildungsstandards, kann aber für die Fächer des Wahlbereiches in der Sekundarstufe I eine wichtige Unterstützung für die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer sein.



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