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Quereinstieg ins Referendariat

Zugangsvoraussetzungen für einen Quereinstieg ins Referendariat


Ein Quereinstieg in das Referendariat ist in so genannten Mangelfächern bzw. beruflichen Mangelfachrichtungen möglich. Damit sind Fächer und berufliche Fachrichtungen gemeint, in denen hessenweit dauerhaft zu wenige ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung stehen.

Einstellungsvoraussetzung ist in jedem Fall ein universitärer Studienabschluss in dem genannten Fach bzw. in der beruflichen Fachrichtung. Außerdem muss aus dem Studium heraus ein zweites Fach zuerkennbar sein. Das Höchstalter für Bewerberinnen und Bewerber liegt bei höchstens 40 Jahren zum Zeitpunkt der Einstellung.*

Die Bewerbungswege sind je nach Lehramt unterschiedlich. Gemeinsam ist allen Fällen, dass die Einstellung in den pädagogischen Vorbereitungsdienst (Referendariat) erfolgt. Ein erfolgreich abgeschlossener Vorbereitungsdienst (zweite Staatsprüfung) ermöglicht die Teilnahme an den Bewerbungsverfahren zur Einstellung in den hessischen Schuldienst. Sollte sich die persönliche Lebensplanung ändern, ist später i.d.R. auch eine Bewerbung bzw. Versetzung in ein anderes Bundesland möglich.

Quereinstiegsmöglichkeiten ins Referendariat bestehen nur in den nachstehend aufgeführten Lehrämtern.

1.   B E R U F L I C H E   S C H U L E N

Ein Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen ist möglich in den beruflichen Mangelfachrichtungen

  • Metalltechnik,
  • Elektrotechnik,
  • Chemie-, Biologie- und Physiktechnik,
  • Gesundheit,
  • Sozialwesen/Sozialpädagogik.

Die Staatlichen Schulämter können bei Bedarf in diesen beruflichen Fachrichtungen Stellen für den Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst ausschreiben.

Diese Stellenausschreibungen werden zum Einstellungstermin 1. Mai in der Zeit vom 1. September bis 15. Oktober des Vorjahres und zum Einstellungstermin 1. November in der Zeit vom 1. März des Vorjahres bis 15. April in der Stellendatenbank veröffentlicht, die Sie unter „Karriere“ > „Stellenausschreibungen“ im Verfahren „Quereinsteiger-Ausschreibungsverfahren“ finden.

Bewerben kann sich auf die entsprechenden Stellenausschreibungen, wer die folgenden formalen Mindestvoraussetzungen erfüllt:

  1. Universitärer Studienabschluss (Diplom II oder vergleichbar) im festgelegten Mangelfach, der mindestens mit der Gesamtnote "befriedigend" bewertet wurde.
  2. Studien- und Prüfungsleistungen, aus denen ein zweites Fach als Unterrichtsfach abgeleitet und anerkannt werden kann. Besonders erwünschte Fächer sind: ev./kath. Religion, Physik, Mathematik, Chemie.
  3. Ein Lebensalter von höchstens 40 Jahren zum Zeitpunkt der Einstellung.*

Einschlägige Berufserfahrungen sind erwünscht.
Weitere Einzelheiten sind den jeweiligen Ausschreibungstexten zu entnehmen.

Für einen Quereinstieg in den sozialpädagogischen / sozialpflegerischen Bereich müssen folgende formale Mindestvoraussetzungen erfüllt sein:

  1. Universitätsabschluss als Diplom-Pädagogin oder als Diplom-Pädagoge oder akkreditierter Master-Abschluss mit einem pädagogischen, sozialpädagogischen oder sozialpflegerischen Studienschwerpunkt mit mindestens befriedigenden Leistungen.
    Der Hochschulabschluss muss einen deutlichen Bezug zu den Inhalten der in Hessen existierenden sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Bildungsgänge aufweisen.
  2. Studien- und Prüfungsleistungen, aus denen ein zweites Fach als Unterrichtsfach abgeleitet und anerkannt werden kann.
  3. Ein Lebensalter von höchstens 40 Jahren zum Zeitpunkt der Einstellung. *
  4. Abgeschlossene Ausbildung als Erzieherin oder Erzieher, mit der eine zweijährige qualifizierte Berufstätigkeit im Bereich der Arbeit mit Kindern nachgewiesen wird
    oder
    Nachweis einer zweijährigen qualifizierten Berufstätigkeit im Bereich der Arbeit mit Kindern nach einem einschlägigen Studienabschluss.

Weitere Einzelheiten sind den jeweiligen Ausschreibungstexten zu entnehmen.

Die formlosen Bewerbungen sind unter Angabe der Stellenausschreibungs-Nummer und unter Beifügung der vollständigen Bewerbungsunterlagen, in einfacher Ausfertigung an das

Landesschulamt und Lehrkräfteakademie
– Zulassung zum Vorbereitungsdienst –
Holländische Str. 141
34127 Kassel
Tel. 0561/80780
Fax: 0561/8078145

zu senden.

Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober bzw. der 15. April eines jeden Jahres. Maßgebend ist der Eingang der Bewerbung bei dem Landesschulamt, nicht der Poststempel.

Für die formal geeigneten Bewerberinnen und Bewerber finden Eignungsüberprüfungen in den Studienseminaren statt. Die ausgewählte Bewerberin / der ausgewählte Bewerber wird in den pädagogischen Vorbereitungsdienst eingestellt. Bei Einstellung erfolgt die Anerkennung des universitären Abschlusses als gleichwertig der ersten Staatsprüfung.


2.   H A U P T -   U N D   R E A L S C H U L E N

Ein Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst ist in den Mangelfächern Physik, Chemie und Musik möglich.

Dafür gelten folgende Mindest-Voraussetzungen:

  1. Ein universitäres Diplom in einem der festgelegten Mangelfächer (mindestens 8-semestriges Studium/Abschluss Diplom II mit mindestens befriedigenden Leistungen).
  2. Daneben muss über die Studien- und Prüfungsleistungen ein zweites Unterrichtsfach feststellbar und anerkennbar sein.
  3. Ein Lebensalter von höchstens 40 Jahren zum Zeitpunkt der Einstellung*.


Bewerbungen für den Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Hauptschulen und Realschulen erfolgen nicht über konkrete Stellenausschreibungen, sondern auf einem vergleichbaren Weg wie für die Bewerberinnen und Bewerber mit regulärer Erster Staatsprüfung.

Bewerbungsschluss ist der 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres. Maßgebend ist der Eingang der Bewerbung bei dem Landesschulamt, nicht der Poststempel. Den Bewerbungen müssen die vollständigen Bewerbungsunterlagen beiliegen.

Die notwendigen Bewerbungsunterlagen sowie weitere Informationen zum Vorbereitungsdienst finden Sie im Bereich "Aus- und Weiterbildung" unter "Referendariat". Die Formulare sind soweit wie möglich auszufüllen; Felder, die sich auf die Erste Staatsprüfung beziehen, bleiben frei. Außer dem Zeugnis der Diplom-Prüfung/Diplom II ist der Bewerbung zwecks Feststellung und Anerkennung der Studien- und Prüfungsleistungen im zweiten Unterrichtsfach auch das Zeugnis der Diplom-Vorprüfung/Diplom I beizufügen.

Nach positiver Feststellung der formalen und fachlichen Voraussetzungen und erfolgreicher Teilnahme an einer Eignungsüberprüfung, die durch ein vom Landesschulamt beauftragtes Studienseminar durchgeführt wird, wird die Bewerberin/der Bewerber in das Einstellungsverfahren für den Vorbereitungsdienst aufgenommen.

Aus einer positiv verlaufenen Eignungsüberprüfung ist jedoch kein Anspruch auf Einstellung in den Vorbereitungsdienst abzuleiten; Bewerberinnen und Bewerber mit Erster Staatsprüfung sind vorrangig zu berücksichtigen.

Bei Einstellung erfolgt eine Anerkennung des universitären Diploms als gleichwertig der ersten Staatsprüfung.

3.   G Y M N A S I E N

Ein Quereinstieg in den Vorbereitungsdienst ist in dem Mangelfach Physik möglich.

Für Physik gelten folgende Mindest-Voraussetzungen:

  1. Ein universitärer Studienabschluss in Physik (mindestens 8-semestriges Studium, Abschluss Diplom II oder vergleichbar mit mindestens guten Leistungen).
  2. Daneben muss über die Studien- und Prüfungsleistungen ein auf die Anforderungen der gymnasialen Oberstufe ausgerichtetes zweites Unterrichtsfach feststellbar sein (in der Regel Mathematik). Hierfür müssen Studienleistungen in den Bereichen Analysis I und II und Lineare Algebra sowie aus den Bereichen der Stochastik, der numerischen Mathematik oder der anwendungsbezogenen Mathematik nachgewiesen werden.
  3. IT-Kenntnisse sollten mitgebracht werden.
  4. Ein Lebensalter von höchstens 40 Jahren zum Zeitpunkt der Einstellung*.

Bewerbungsschluss ist der 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres. Maßgebend ist der Eingang der Bewerbung bei dem Landesschulamt, nicht der Poststempel. Den Bewerbungen müssen die vollständigen Bewerbungsunterlagen beiliegen.

Die notwendigen Bewerbungsunterlagen sowie weitere Informationen zum Vorbereitungsdienst finden Sie im Bereich "Aus- und Weiterbildung" unter "Referendariat". Die Formulare sind soweit wie möglich auszufüllen; Felder, die sich auf die Erste Staatsprüfung beziehen, bleiben frei. Außer dem Zeugnis der Diplom-Prüfung/Diplom II sind der Bewerbung zwecks Feststellung und Anerkennung der Studien- und Prüfungsleistungen im zweiten Unterrichtsfach auch das Zeugnis der Diplom-Vorprüfung/Diplom I sowie entsprechende Seminarscheine bzw. das Studienbuch beizufügen.

Nach positiver Feststellung der formalen und fachlichen Voraussetzungen und erfolgreicher Teilnahme an einer Eignungsüberprüfung, die durch ein vom Landesschulamt beauftragtes Studienseminar durchgeführt wird, wird die Bewerberin/der Bewerber in das Einstellungsverfahren für den Vorbereitungsdienst aufgenommen.

Aus einer positiv verlaufenen Eignungsüberprüfung ist jedoch kein Anspruch auf Einstellung in den Vorbereitungsdienst abzuleiten; Bewerberinnen und Bewerber mit Erster Staatsprüfung sind vorrangig zu berücksichtigen.

Bei Einstellung erfolgt eine Anerkennung des universitären Diploms als gleichwertig der Ersten Staatsprüfung.

4.   GYMNASIALLEHRKRÄFTE  AUF  HAUPT-  UND  REALSCHULSTELLEN

Hierbei handelt es sich nicht um einen Quereinstieg im eigentlichen Sinn. Angesprochen sind Lehrkräfte mit gymnasialem Lehramt. Diese können sich in Mangelfachbereichen auch auf Stellen für das Lehramt an Hauptschulen und Realschulen (HR) zur Einstellung in den Schuldienst bewerben.

Die aktuellen Mangelfächer im Lehramt an Hauptschulen und Realschulen finden Sie unter Ziffer 2.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den jeweiligen schulbezogenen Stellenausschreibungen, die Sie in der Stellendatenbank unter „Informationen für Sie“ > „Stellenausschreibungen“ im Verfahren „schulbezogenes Ausschreibungsverfahren“ finden.

Innerhalb des landesweiten Ranglistenverfahrens (siehe im Menü „Lehrer/-innen“ bei „Einstellung von Lehrern“ als „Ausgebildete Lehrkraft“) können Sie Ihre Bereitschaft zum Antritt einer HR-Stelle in den Bewerbungsunterlagen vermerken.

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* Die Altersgrenze von 40 Jahren erhöht sich für Bewerberinnen und Bewerber, welche
1. die Betreuung mindestens eines mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Kindes unter achtzehn Jahren,
2. die tatsächliche Pflege eines nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen nahen Angehörigen oder
3. einen Dienst im Sinne des § 32 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 (Wehrdienst, Bundesfreiwilligendienst, Entwicklungshelfer, Jugendfreiwilligendienst)
nachweisen, um die tatsächliche Dauer der Betreuung, der Pflege und des Dienstes. Entsprechende Bescheinigungen sind den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Insgesamt darf eine Höchstaltersgrenze von 45 Jahren nicht überschritten werden.

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