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Philipps-Universität Marburg

Blick auf die Alte Universität Marburg. (Foto: Hochschule; Viola Düwert)

„Studieren im Grünen, fernab hektischer Betriebsamkeit“

Ausgangslage
Die Philipps-Universität Marburg zählt nicht nur zu den traditionsreichsten deutschen Hochschulen, sie ist auch weltweit die älteste protestantische Universität. Seit nahezu fünf Jahrhunderten wird hier geforscht und gelehrt. Die Hochschule nutzte zunächst die vorhandenen Klostereinrichtungen der Dominikaner, Franziskaner und Kugelherren. Die "Alte Universität" wurde Ende des 19. Jahrhunderts als qualitätsvolles Beispiel eines Profanbaus der deutschen Neugotik errichtet. Die prunkvolle Aula der "Alten Universität" wird noch regelmäßig zu feierlichen Anlässen genutzt. Das gilt auch für die Prachträume des Schlosses hoch über der malerischen Altstadt. Das Schloss – Geburtsort des Universitätsgründers Landgraf Philipp der Großmütige – ist heute im Besitz der Universität.

Die Universität (einschließlich Klinikum) ist wichtigster Wirtschaftsfaktor in Marburg. Bei einer Einwohnerzahl von etwa 87.000 bedeutet dies, dass etwa jeder Vierte in direkter Beziehung zur Universität steht.

Die Philipps-Universität verfügt über einen umfangreichen Bestand an Gebäuden, deren Entstehung von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis in das Jahr 2007 reicht. Sie verteilen sich im Wesentlichen auf zwei Standorte: Die Buchwissenschaften konzentrieren sich auf die Innenstadt (Campus Lahntal); die meisten Naturwissenschaften und die Mathematik sind auf dem sechs Kilometer entfernten Campus Lahnberge angesiedelt. Die Universität umfasst heute 16 Fachbereiche und verfügt über 3.360 haupt- und nebenberufliche wissenschaftliche Mitarbeiter (davon 350 Professuren). 2012 lag die Zahl der Studierenden bei 22.849.

Bauliche Entwicklungsziele
Ziel der baulichen Entwicklung ist es, die Natur- und Lebenswissenschaften auf dem Campus Lahnberge und die Geistes- und Sozialwissenschaften auf dem innerstädtischen Campus Lahntal zu konzentrieren. Damit werden in den einzelnen Fachbereichen die Voraussetzungen für eine herausragende Forschung und Lehre gesichert und günstige Bedingungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit geschaffen.

Im März 2009 wurde ein städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb entschieden: In dem sensiblen städtebaulichen Umfeld zwischen der Elisabethkirche und dem Kulturdenkmal "Alter Botanischer Garten" kann nun ein Neubau für die Zentrale Universitätsbibliothek als Herzstück des neuen innerstädtischen Campus entstehen. Durch das Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen konnte auch die sofortige Realisierung gesichert werden und die vorbereitenden Arbeiten sind nahezu abgeschlossen.
Im Zug der weiteren Verlagerung von Klinikumseinrichtungen auf die Lahnberge besteht darüber hinaus die Chance, die frei werdenden Gebäude (ehemalige HNO- und Augenklinik) durch weitere Institute nutzen zu können.

Im Rahmen von HEUREKA steht der Philipps-Universität Marburg ein Orientierungswert von rund 440 Millionen Euro (2007 geschätzter Bedarf) für ihre bauliche Entwicklung zur Verfügung.
Durch das Konjunkturpaket II des Bundes konnten für die energetische Ertüchtigung des Gebäudebestands der Hochschule etwa 33,9 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt werden.

Im Rahmen des Hochschulpakts 2020 (HSP 2020) werden der Philipps-Universität insgesamt rund 19,3 Millionen Euro zusätzlich durch Bund und Land zur Verfügung gestellt, um die bauliche Infrastruktur kurzfristig den stark erhöhten Studierendenzahlen anzupassen.

Baufortschritt auf einen Blick
• Campus Lahnberge: Neubau Chemie
• Campus Lahnberge: Zentrum für Tumor- und Immunbiologie
• Campus Lahnberge: Zentrum Synthetische Microbiologie
• Campus Lahntal: Neubau Zentralbibliothek
• Campus Lahntal: Forschungsbau Deutscher Sprachatlas
• Campus Lahntal: Ernst-von-Hülsen-Haus
• Campus Lahntal: Max-Kade-Haus (Studentenwerk Marburg)
• Campus Lahntal: Sanierung ehemalige Hals-Nasen-Ohrenklinik, Deutschhausstraße (HSP 2020)
• Campus Lahntal: Sanierung ehemalige Augenklinik, Bunsenstraße (HSP 2020)


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