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„Ein Vorbild für junge Menschen und ein hervorragender Musiker“

20.01.2006 - Pressemitteilung
Pressemitteilung Nr. 8 / 2006 vom 20.01.2006
 

Wiesbaden – Als eine „ganz besondere Persönlichkeit, ein Vorbild für junge Menschen und natürlich einen hervorragender Musiker“ hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, den Frankfurter Saxophonisten Emil Mangelsdorff gewürdigt. Der Künstler habe seit dem demokratischen Neubeginn 1949 mitgeholfen, Hessen zu dem zu machen, was es heute ist: ein tolerantes und weltoffenes Bundesland, aus dem Musik und insbesondere der Jazz nicht mehr wegzudenken ist. Es gebe nicht viele Zeitgenossen, die die Voraussetzungen für die Goethe-Plakette des Landes besser erfüllten als Mangelsdorff, sagte Corts bei der Verleihung der Auszeichnung in der Dienstvilla des Hessischen Ministerpräsidenten. „Jazz in und aus Hessen – das ist Emil Mangelsdorff wie kein anderer.“ Für seine musikalischen Verdienste um den Jazz im Land wurde Mangelsdorff bereits 1995 mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet.

Der heute 80 Jahre alte Künstler gehört seit den späten vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts zu den profiliertesten Jazz-Musikern in Deutschland. Als Mitglied der Swing-Jugend wurde er in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt. Die Erfahrung der kulturellen Unterdrückung beschreibt er, Erzählen und Musizieren verbindend, in seinen Gesprächskonzerten „Swing tanzen verboten! Jazz-Musiker im Nationalsozialismus“. Aus seinem Selbstverständnis als Künstler mit gesellschaftspolitischer Verantwortung will er auf diese Weise die Erinnerung an jene Zeit besonders bei der jüngeren Generation wach halten und das demokratische Verständnis schärfen.

 

 

Goethe-Plakette

Die Goethe-Plakette des Landes Hessen ist die höchste Auszeichnung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Sie wird in unregelmäßigen Abständen an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderem Maß um das kulturelle Leben im Land verdient gemacht haben. Erster Preisträger war 1949 Dr. Adolf Grimme.

Zu den weiteren Preisträgern gehören:

Dr. Victor Gollancz (1949)
Prof. Dr. Friedrich Dessauer (1951)
Dr. Richard Merton (1951)
Prof. Dr. Max Horkheimer (1953)
Fritz von Unruh (1955)
Prof. Paul Hindemith (1955)
Dr. phil. h. c. Peter Suhrkamp (1956)
Hermann Heiß (1957)
Prof. Martin Buber (1958)
Prof. Dr. Theodor W. Adorno (1963)
Prof. Dr. h. c. Carl Orff (1965)
Dr. h. c. Werner Bockelmann (1967)
Kurt Hessenberg (1973)
Karl Krolow (1975)
Dr. Siegfried Unseld (1977)
Prof. Dr. Oswald von Nell-Breuning (1977)
Prof. Dr. Erich Fromm (1981, posthum verliehen)
Sir Georg Solti (1981)
Prof. Dr. h. c. Marcel Reich-Ranicki (1984)
Eva Demski (1990)
Tyron Montgomery (1997)
Ernst Klee (2001)
Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter (2002)
Prof. Dipl.-Ing. Albert Speer (2003)
Chlodwig Poth (2003)

 


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