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Opferschutz

Der Schutz und die Unterstützung von Opfern innerhalb und außerhalb eines Strafverfahrens ist der Hessischen Landesregierung ein besonderes Anliegen. An dieser Stelle sollen Betroffenen einen ersten Überblick über ihre Rechte und die bestehenden Hilfsmöglichkeiten erhalten.

Im Navigationsbereich werden weitere Informationen zu den folgenden Themen angeboten. Zusätzlich stehen Merkblätter zum Download zur Verfügung, beispielsweise das bundesweit einheitliche Merkblatt über die Rechte von Verletzten und Geschädigten einer Straftat im Strafverfahren sowie ein Flyer zum Schadensersatz im Strafverfahren.

Opferberatungsstellen
Mindestens genauso wichtig wie der Opferschutz im Strafverfahren selbst ist die Beratung und Betreuung außerhalb des Strafprozesses. Die völlig unvermittelt von der Straftat betroffenen Opfer fühlen sich nach der Tat oftmals hilflos und allein gelassen. Sie benötigen Hilfe bei der Verarbeitung der für sie schrecklichen Geschehnisse und Informationen darüber, welche Hilfsmöglichkeiten es für sie gibt.

Dazu wurden auf Initiative des Hessischen Ministeriums der Justiz Opferhilfevereine gegründet bzw. eine Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Vereinen geschaffen. Hessen verfügt hierdurch über ein flächendeckend ausgebautes Netz von Opferberatungsstellen, die Opfer und Zeugen von Straftaten sowie mittelbar Betroffene kostenlos durch hierfür speziell geschulte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beraten. mehr dazu 

Zeugenzimmer
In allen hessischen Landgerichtsbezirken wurden Zeugenzimmer eingerichtet. Die Zimmer bieten eine Rückzugsmöglichkeit für das Opfer, um sich mental auf die – auf manchen beängstigend wirkende – Prozesssituation einstellen zu können. Sie dienen zudem der Verkürzung etwaiger Wartezeiten und auch dazu, etwaige Begegnungen mit dem Täter oder dessen Angehörigen auf dem Gerichtsflur zu vermeiden. Sie sind darüber hinaus kindgerecht eingerichtet, so dass dadurch auch die Betreuung der Jüngsten erleichtert wird.

Ein Großteil der Zeugenzimmer ist mit geschulten Betreuern besetzt, die vom Land Hessen finanziert werden und deren Aufgabe die psychosoziale Prozessbegleitung der Opfer ist. Bei Bedarf vermitteln diese Zeugenhelfer auch Kontakt zu anderen sozialen Einrichtungen. mehr dazu

Täter-Opfer-Ausgleich
Zu den Hilfsangeboten gehört auch das flächendeckende Netz an Vermittlungsstellen für den Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) im allgemeinen Strafrecht. Beim TOA soll einerseits das Interesse des Opfers an einem sachgerechten Ausgleich seiner erlittenen Schäden angemessen berücksichtigt und befriedigt werden; andererseits soll dem Täter seine ganz persönliche Verantwortung für die von ihm verursachten Schäden im besonderen Maße verdeutlicht werden. Dies soll durch eine mit Hilfe eines Vermittlers getroffene verbindliche Vereinbarung zwischen Opfer und Täter erreicht werden. mehr dazu

Entschädigungsleistungen
Opfer von Straftaten können Entschädigungsleistungen erhalten. 
Durch das Adhäsionsverfahren besteht bereits im Strafverfahren die Möglichkeit, vom Täter eine Entschädigung - wie z. B. Schadensersatz und Schmerzensgeld - zu verlangen. Ein entsprechender Antrag kann mit der Strafanzeige gestellt werden. Das Strafgericht kann dann den Angeklagten, falls er schuldig gesprochen wird, zugleich zu einer Zahlung an das Opfer verurteilen. Eine kostenträchtige und zeitaufwändige Klage vor dem Zivilgericht ist so nicht mehr erforderlich.

Voraussetzung für eine Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) ist eine gesundheitliche Schädigung infolge eines vorsätzlichen, rechtwidrigen Angriffs gegen den Antragsteller oder eine dritte Person oder dessen rechtmäßige Abwehr. Es besteht keine Entschädigungsmöglichkeit bei Schäden aus reinen Vermögensstraftaten sowie generell nicht bei Vermögensschäden.

Zudem wurde 2002 von der Landesregierung der Hessische Opferfonds zur Zahlung von Entschädigung für Opfer von Straftaten durch Gefangene und Insassen des Maßregelvollzugs eingerichtet. mehr dazu

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