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Verkehrsminister Florian Rentsch: Landesförderung für barrierefreien und modernen Bahnhof

01.08.2012 - Pressemitteilung
Minister übergibt Realisierungs- und Finanzierungsvertrag (RuFV) an DB – Zuschuss in Höhe von rund 3,3 Mio. Euro
 

Förderbescheid über rd. 960.000 Euro für die Stadt Hünfeld – Beseitigung Bahnübergang Haunstraße

Für 4.460.309 Euro baut die Deutsche Bahn Station&Service AG den Bahnhof in Hünfeld aus. Das Land Hessen unterstützt sie dabei mit einer Zuwendung in Höhe von 3.379.100 Euro. An den Kosten beteiligen sich außerdem die Stadt Hünfeld und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).

„Wesentliche Voraussetzung für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr sind überschaubare, kundenfreundliche und vor allem barrierefreie Bahnhöfe“, sagte Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch heute in Hünfeld. Der Minister übergab den von Hessen Mobil, der DB AG, der Stadt Hünfeld und vom RMV unterzeichneten Realisierungs- und Finanzierungsvertrag (RuFV) an Susanne Kosinsky, Leiterin des Regionalbereichs Mitte von DB Station&Service AG, sowie Vertretern des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und der Stadt Hünfeld.

Im August vergangenen Jahres hatten das Land Hessen und die DB AG eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. In dem Vertrag sind insgesamt 64 Maßnahmen enthalten, die DB Station&Service in eigener Regie, aber mit Unterstützung des Landes, der Verkehrsverbünde sowie der Städte und Gemeinden umsetzen möchte. Zu diesen Projekten gehört auch der Hünfelder Bahnhof.

Rentsch: „Bahnhöfe sind Schnittstellen zwischen Bus, Bahn und Individualverkehr. Deshalb sind Investitionen in Bahnhöfe ein wichtiger Bestandteil hessischer Mobilitätspolitik“.

Von der Station Hünfeld aus lassen sich die Städte Fulda und Kassel sehr gut erreichen. Daher hat der Bahnhof sowohl für Berufspendler als auch für Umsteiger zum Fernverkehr eine große Bedeutung. Die vorhandenen Bahnsteiganlagen und -zugänge befinden sich derzeit in einem baulich sehr schlechten Zustand und sind nicht barrierefrei ausgestaltet. Die Modernisierung des Bahnhofs sieht die Erhöhung der Bahnsteige von gegenwärtig 30 bis 38 Zentimeter auf 55 Zentimeter vor. Hierdurch wird der Einstieg in die Züge für Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen oder Reisende mit Gepäck erheblich erleichtert. Auf den Bahnsteigen entstehen neue Wetterschutzhäuser und Überdachungen, in den Bodenbelag werden taktile Leitelemente für Sehbehinderte eingelassen. Rollstuhlgerechte Rampen verbinden die Bahnsteige mit der neuen Personenunterführung, die auch von Fahrradfahrern genutzt werden kann.

Landesförderung auch für die Stadt Hünfeld

Auch für die Stadt Hünfeld hatte Minister Rentsch einen Förderbescheid dabei. Für die Beseitigung des Bahnübergangs Haunstraße und die Herstellung der Personenunterführung, übergab er an Erste Stadträtin Monika Mihm einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 960.000 Euro. An der 4.177.793 Euro teuren Eisenbahnkreuzungsmaßnahme beteiligen sich neben dem Land Hessen, die DB Netz AG, die Stadt und der Bund.

„Den Bahnübergang Haunstraße passieren täglich rund 340 Züge, was zu langen Schließzeiten führt. Wegen des nahegelegenen Bahnhofs besteht die Gefahr, dass Fußgänger oder Radfahrer gefährliche Querungen der Gleise riskieren, um ihren Zug zu erreichen“, so der Minister. Nach Fertigstellung der Maßnahmen wird der Bahnübergang geschlossen und zurückgebaut. Als Sicherung gegen das Befahren bzw. Betreten der Gleisanlage werden Schutzplanken und ein Zaun entlang der Strecke installiert.

Fußgänger und Radfahrer nutzen künftig die Unterführung am Bahnhof, der motorisierte Verkehr den Bahnübergang Breitzbacher Weg oder die Straßenüberführung Am Kornhaus. Auf der Westseite der Bahn wird die Verbindung zu diesen vorhandenen Kreuzungsstellen 4 Meter breit ausgebaut.

Der Umbau der Bahnsteige und Bahnsteigzugänge soll voraussichtlich im September dieses Jahres beginnen und bis April 2014 abgeschlossen sein. Die Arbeiten am Bahnübergang Haunstraße konnten aufgrund eines zur Verfügung gestellten Vorsorgebescheides bereits Anfang des vergangenen Jahres beginnen und sollen bis Dezember 2012 andauern.


Pressestelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Pressesprecher: Marco Krause
Telefon: (0611) 815 20 20, Fax: (0611) 815-2225
E-Mail: marco.krause@hmwvl.hessen.de



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